Katze trinkt zu wenig? 9 einfache Tipps für mehr Flüssigkeit
Viele Katzen trinken von Natur aus eher wenig. Das liegt daran, dass ihre Vorfahren einen großen Teil der Flüssigkeit über ihre Beute aufgenommen haben. Trotzdem ist ausreichend Flüssigkeit für Katzen sehr wichtig. Sie unterstützt die Nieren, die Verdauung und das allgemeine Wohlbefinden.
Gerade bei Wohnungskatzen oder Katzen, die viel Trockenfutter bekommen, lohnt es sich, auf das Trinkverhalten zu achten.
Woran erkennst du, dass deine Katze zu wenig trinkt?
Nicht jede Katze trinkt sichtbar aus dem Napf. Manche trinken heimlich, andere bevorzugen Wasserhähne, Blumenuntersetzer oder ungewöhnliche Orte. Hinweise auf zu wenig Flüssigkeit können sein:
- sehr konzentrierter, stark riechender Urin
- seltenes Urinieren
- trockene Schleimhäute
- Müdigkeit oder ungewöhnliches Verhalten
- Verstopfung
- weniger Appetit
Wenn deine Katze plötzlich deutlich weniger trinkt, apathisch wirkt, Schmerzen zeigt oder kaum uriniert, solltest du tierärztlichen Rat einholen.
1. Stelle mehrere Wassernäpfe auf
Viele Katzen mögen es nicht, wenn Wasser direkt neben dem Futter steht. In der Natur würden Katzen Wasserquellen in der Nähe von Beute oft meiden. Stelle deshalb mehrere Wassernäpfe an unterschiedlichen Orten auf.
Gute Plätze sind ruhige Ecken, Fensterbereiche oder Laufwege, an denen deine Katze häufig vorbeikommt.
2. Trenne Wasser und Futter
Ein einfacher, aber oft sehr wirkungsvoller Tipp: Stelle den Wassernapf nicht direkt neben den Futternapf. Viele Katzen trinken mehr, wenn das Wasser ein Stück entfernt steht.
Teste verschiedene Plätze und beobachte, wo deine Katze am liebsten trinkt.
3. Probiere verschiedene Näpfe aus
Manche Katzen mögen keine tiefen oder engen Näpfe, weil ihre Schnurrhaare den Rand berühren. Das kann unangenehm sein. Breite, flache Schalen werden oft besser angenommen.
Auch das Material kann eine Rolle spielen. Keramik, Edelstahl oder Glas sind häufig angenehmer als Kunststoff, weil sie Gerüche weniger stark aufnehmen.
4. Frisches Wasser ist wichtig
Katzen sind sehr empfindlich bei Gerüchen. Wasser, das schon länger steht, kann für sie unattraktiv sein. Wechsle das Wasser deshalb täglich und reinige die Näpfe regelmäßig.
Gerade im Sommer sollte Wasser häufiger gewechselt werden.
5. Ein Trinkbrunnen kann helfen
Viele Katzen mögen bewegtes Wasser. Ein Trinkbrunnen kann deshalb eine gute Möglichkeit sein, die Katze zum Trinken zu motivieren. Das leise Plätschern macht Wasser interessanter und wirkt auf viele Katzen natürlicher.
Wichtig ist, dass der Brunnen regelmäßig gereinigt wird.
6. Nassfutter liefert zusätzliche Flüssigkeit
Nassfutter enthält deutlich mehr Wasser als Trockenfutter. Wenn deine Katze wenig trinkt, kann Nassfutter helfen, die Flüssigkeitsaufnahme zu erhöhen.
Du kannst auch etwas zusätzliches Wasser unter das Nassfutter mischen. Beginne mit kleinen Mengen, damit deine Katze sich daran gewöhnen kann.
7. Wasser interessanter machen
Manche Katzen trinken mehr, wenn das Wasser einen leichten Geschmack hat. Du kannst zum Beispiel einen kleinen Schuss ungewürzte Brühe ohne Zwiebeln, Knoblauch oder Salz ins Wasser geben. Auch etwas Wasser vom Nassfutter kann funktionieren.
Achte aber darauf, dass das Wasser nicht dauerhaft ersetzt wird. Frisches Wasser sollte immer verfügbar bleiben.
8. Ruhige Trinkplätze schaffen
Katzen trinken ungern an Orten, an denen viel los ist. Wenn der Wassernapf neben Türen, Waschmaschinen oder lauten Geräten steht, kann das abschreckend wirken.
Ein ruhiger Platz gibt deiner Katze Sicherheit.
9. Beobachte Veränderungen
Wichtig ist nicht nur, ob deine Katze wenig trinkt, sondern auch, ob sich ihr Verhalten plötzlich verändert. Trinkt sie auf einmal extrem viel oder sehr wenig, kann das ein Hinweis auf gesundheitliche Probleme sein.
In solchen Fällen solltest du lieber einmal zu viel als zu wenig beim Tierarzt nachfragen.
Fazit
Viele Katzen trinken von Natur aus wenig, aber mit einfachen Veränderungen kannst du sie zu mehr Flüssigkeit motivieren. Mehrere Wasserstellen, frisches Wasser, geeignete Näpfe und Nassfutter können bereits viel bewirken.
Achte vor allem auf Veränderungen im Verhalten deiner Katze. Wenn dir etwas ungewöhnlich vorkommt, ist tierärztlicher Rat immer die sicherste Wahl.